Die Mode der Damen- und Herrenwelt in den 50er Jahren

Die 50er Jahre lassen sich als Zeit der scharfen Kontraste und Gegensätze beschreiben. Geprägt von harten Kriegsjahren, wollte man nun mittels Mode ein persönliches Gefühl ausdrücken.
In der Damen-Modewelt setzten sich weite Röcke, die so genannten Petticoats durch. Aber auch enge Bleistiftröcke fanden großen Anklang in der weiblichen Bevölkerung. Die Hose, nun fast vollständig aus den Kleiderschränken der Damenwelt verschwunden, trug man meist nur noch aus praktischen Gründen als Caprihose. Mieder wurden wieder eingeführt. Als Vorbilder fungierten amerikanische Schauspielerinnen wie Marilyn Monroe oder Brigitte Bardot. "Trendy" galt generell, was in den Vereinigten Staaten vorgestellt wurde - konnte ja nichts schlecht sein, was aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten herüber regnete.

Paris bestimmte die Mode der 50er Jahre maßgeblich

Mode der 50er JahreDer Pariser Modeschöpfer Christian Dior (21.Jan.1905 - 24.Okt.1957) veranlasste mit seinen alljährlichen Kollektionen ebenfalls neue Modetrends. In seinen Entwürfen, als "New Look" bezeichnet, setzte er bevorzugt auf Rock-Kombinationen mit eng anliegenden Blusen und Oberteilen. Viel Wert wurde auf die Betonung von Hüfte und Busen gelegt.
Zum Evergreen entwickelte sich schließlich das Kostüm. Dies wurde stark tailliert, mit aufwendigen Revers und Schößchen getragen. Zudem legte man in dieser eleganten Zeit der Mode besonderen Wert auf farblich abgestimmte Accessoires, wie die Hüte, Handtaschen und natürlich Pumps. Hinzu kam eine große Nachfrage in Richtung maschinell gefertigter Kunstseide in vielen Farben. Cocktailkleider aus diesen Stoffen setzten hier den Haupttrend.

So sah Mode für die Herren der 50er Jahre aus...

Als der neueste Schrei in der Herren-Modewelt galten vor allem Nylon- und Perlonhemden. In der Oberschicht trug man(n) nun Hüte. Die gewisse Vorbildfunktion boten Amerikaner wie Elvis Presley oder James Dean als "Rebel without a Cause". Eine Wende hin zur Lederjacken und Blue Jeans-Mode führte zum Kontrast zwischen elegant und lässig, cool.
Auch die jungen Mädchen wurden mit bunten Kleidchen eingekleidet. Etwas Ältere trugen dazu Pumps mit hohen Pfennigabsätzen. Die Jungs schwammen in der Strömung von Lederkleidung und Jeans mit.

Allgemein war die Jugend gewillt, sich von ihrer Elterngeneration abzugrenzen. Gesucht wurde der offene Konflikt mit der älteren Generation, die ihren Kindern versuchten Tugendhaftigkeit und Sitte zu vermitteln. Zusammenfassend lässt sich die Zeit der 50er als Kombination aus lässigen, eleganten und coolen Modetrends beschreiben, die in ihren Gegensätzen Seriosität und Extravaganz widerspiegelten.

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